Marie Adams – Das Café der guten Wünsche

„Julia führt mit ihren Freundinnen Laura und Bernadette ein kleines Café mit einem ganz besonders charmanten Konzept: Jedem Gast wird heimlich ein guter Wunsch hinterhergeschickt. Julia wundert sich nicht, dass alle Gäste das Café glücklicher verlassen, schließlich glaubt sie an die Macht der guten Gedanken – die auch ihre große Liebe Jean zurückbringen soll. Alle anderen Männer hält sie deshalb auf Abstand – bis Robert sich mit (anfangs) unlauteren Mitteln in ihr Herz schleicht. Ist es seine Schuld, dass auf einmal manches schiefläuft? Oder braucht sie nicht nur Glück, sondern auch eine große Portion Mut, um sich wirklich auf die Liebe einzulassen?“ (Kurzbeschreibung laut Amazon)

Julia sieht in allen Menschen nur das Beste, hat nie schlechte Laune und ist manchmal  ein bisschen sehr naiv. Doch die Realität holt sie schlagartig ein, als ihre Mitbewohnerin Bernadette für ein Jahr nach Frankreich geht und der fehlende Mietanteil schnellstmöglich durch eine Neuvermietung ihres leeren Zimmers aufgehoben werden muss.
Denn sonst muss sich Julia einen Nebenjob suchen. Doch das ist gar nicht so einfach. Schließlich muss sie ihr Café auch noch unterhalten.
Da bringt ihr das Glück Robert – einen Macho wie er im Buche steht, der bisher zu keiner festen Bindung fähig war und sich nach und nach nicht nur in der WG, sondern ebenfalls in Julias Herzen breit macht.

Mit kleinen Tricks umgarnt er Julia und merkt erst später, dass er mehr von ihr will als ein Dach über dem Kopf.
Julia hingegen ist recht schnell angetan von Robert, aber das ist noch Jean – ihre Jugendliebe, der bald vor der Tür stehen wird.
Somit legt sich Julia nicht nur in Herzensdingen große Steine in den Weg, sondern riskiert sogar ihr Café zu verlieren, denn mittlerweile ist ihr Bruder Nick mit einer eigenen Geschäftsidee unterwegs.

Die Grundidee hinter dem Buch versteh ich als solche, dass jeder in jedem etwas Gutes sehen soll und, dass ein hinterhergesandter Wunsch nicht viel kostet. Aber ist es wirklich so einfach jemand anderem seine Wünsche zu erfüllen? Ist es nicht viel wichtiger, dass man zuerst sich selbst verwirklicht, um auch von innen heraus glücklich zu sein um dann auf andere positiv wirken zu können?
Denn das ist das was Julia ausmacht: ihr eigenes Glück! Irgendwo zwischen ihrer Naivität und ihrem Glauben an ihr kleines Café merkt sie nämlich, dass sie in einer Zwickmühle hängt aus Nostalgie und Versprechungen. So wirkt es jedenfalls auf mich und manchmal hätte ich sie am liebsten geschüttelt, weil sie mir so verträumt agierte.

Trotzdem habe ich sie ins Herz geschlossen und Robert ebenfalls, denn seine Wandlung vom Macho zum Romantiker hat mich sehr gut unterhalten.

In einer Zeit, in der jeden Tag furchtbare Dinge auf der Welt geschehen wünsche ich mir sehr, dass es irgendwo solch ein Café gibt. Eines in dem ein bisschen Frieden herrscht, der in die Welt hinausgetragen wird, der bleibt…

Maria Adams hat mir persönlich mit diesem Buch ein bisschen „inneren Frieden“ geben können, gerade weil ihre Hauptperson so verträumt und manchmal leicht nostalgische Züge an den Tag legt. Es hatte ein bisschen was von „guter alter Zeit“ (in der auch nicht alles gut war, aber heute etwas verklärt erscheint!).

„DAS CAFÉ DER GUTEN WÜNSCHE“ ist wahrhaftig zauberhaft und liest sich in einem Rutsch weg. Es hat mich berührt und begeistert, aber in jedem Fall hat es mich ein Stück weit glücklicher gemacht, in dem es mich an das Gute im Menschen glauben lässt!
©Ricarda Ohligschläger

 

 

Ein Kommentar Gib deinen ab

  1. Brigtte Jacob sagt:

    Besser hätte ich es nicht schreiben können. Hätte ich es nicht schon gelesen, würde ich es jetzt lesen wollen.
    Die Idee mit den guten Wünschen kann man gut aufgreifen und selber anwenden im Alltag.
    Sonnige Ostergrüße mit guten Wünschen
    Brigitte Jacob

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