Hannah Simon – Felix oder Zehn Dinge, die ich an dir liebe

Felix Parland ist erfolgreicher Architekt, der seinem Chef auch manchmal den Hintern rettet und lügen kann wie gedruckt, wenn es der Karriere nützt. Ihm fehlt nur noch die Beförderung. Doch als die entscheidend näher rückt und Felix seiner Traumfrau begegnet, geschieht das Unwahrscheinliche: Mitten in seiner Glückssträhne bricht er zusammen. In der Notaufnahme versteht Felix nicht viel von all dem medizinischen Fachchinesisch. Sicher ist nur: Er reagiert allergisch auf hochemotionale Situationen. Übersetzt für den Laien: Er hat eine überaus seltene Glücksallergie. Felix’ perfektes Leben ist nun bedroht: Wie soll er erfolgreich im Job sein und mit seiner Hollywood-Schönheit anbandeln, ohne sich übermäßig zu freuen? Da ihn die Anti-Allergika viel zu müde machen, um seine täglichen Überstunden zu bewältigen, beschließt er kurzerhand, sich selbst unglücklich zu machen, um seine Glücksanfälle in Schach zu halten. Und da kommt es gerade recht, dass ihm bei einem wichtigen Bauprojekt die ebenso kratzbürstige wie unverschämte Ruby als Bauherrin vor die Nase gesetzt wird, mit überraschenden Folgen … »Felix oder Zehn Dinge, die ich an dir liebe« ist ein frecher Unterhaltungsroman, in dem nicht nur der Protagonist um sein Lebensglück kämpft, sondern auch der Leser selbstvergessen in ein beglückendes Lektüreerlebnis abtaucht. Ein wunderbar unterhaltendes Sommerbuch. (Kurzbeschreibung laut Amazon)

Die Kurzbeschreibung reicht eigentlich vollkommen aus, um den Inhalt des Buches zu beschreiben und allzu viel möchte ich hier auch nicht vorwegnehmen. Viel mehr möchte ich gestehen, dass ich dieses Buch niemals entdeckt hätte, wenn man mich nicht – sagen wir mal – mit der Nase drauf gestoßen hätte.😉

Umso glücklicher bin ich, dass ich es lesen durfte und ich habe es nach den ersten Seiten auch nicht mehr aus der Hand legen können. Felix erzählt seine Geschichte nämlich selbst, aus seiner Sicht und als Blogeintrag. Das alleine ist jetzt nichts Besonderes, aber in diesem Falle ist die Handlung einfach genial. Eine Glücksallergie?? Gibt das wirklich? Ich war sogar so neugierig und habe die „beatitis pigmentosa“ per Googlesuche recherchieren wollen. Ich kam natürlich zu keinem Ergebnis.😉
Interessant wäre es  trotzdem mal zu wissen, ob es Menschen gibt, die WIRKLICH damit leben müssen.
Felix jedoch muss lernen damit umzugehen und das kann zuweilen sehr interessant und amüsant werden. Noch unterhaltsamer wird es, wenn er sein gefundenes „Gegenmittel“ einsetzt und sich dadurch immer mehr von seinem alten festgefahrenem Ich verabschiedet.

Hannah Simons Schreibstil ließ mir wenig Atempausen, da ihr Roman so mitreißend geschrieben ist, dass ich gar nicht mehr aufhören WOLLTE zu lesen. Wunderbar leicht flogen die Seiten dahin und ihre Figuren blieben dabei realistisch und ihrer Rolle treu. Simon verwirrt ihre Leser ein bisschen und führt sie gekonnt an der Nase herum. Obwohl ich zugeben muss, dass ich das Ende schon ahnte, hat sie mich dann doch noch einmal eines Besseren belehrt!

„Felix oder Zehn Dinge, die ich an dir liebe“ ist eine zu Herzen gehende Mischung aus Romantik, Humor und einem zuweilen sehr erfrischendem Hauptprotagonisten, der nicht immer die Fettnäpfchen auslässt.
© Ricarda Ohligschläger

 


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