Lesung von Nele Neuhaus im Dortmund

IMG_2359Fast auf den Tag genau vor drei Jahren war ich bereits schon einmal in Dortmund zu einer Lesung. Am 17.11. 2011 fand bei Thalia eine Lesung mit Kerstin Gier statt und ich erinnere mich aus vielerlei Gründen an diesen Abend.

Eventuell war mein vorfreudiges Bauchgefühl daher auch so ein gutes Omen für diesen Abend!
Ich hatte Nele Neuhaus bereits im Januar 2013 auf einer Lesung erleben dürfen und nicht nur deshalb, sondern auch durch ihre Facebookseite ist sie mir immer wieder im Sinn. Das es umgekehrt offensichtlich ähnlich ist, sollte sich noch zeigen!

Ich muss dazu allerdings etwas ausholen: vielleicht kann sich jemand an meine große Verlosung zum Buch “ Schneewittchen muss sterben“ erinnern. Ich hatte damals von Ullstein ganze zehn Exemplare für eine Verlosung erhalten.
Ein sehr netter Zug von Verlag. Ich muss aber dazu sagen, dass es eine Art Trostpflaster war, denn ich hatte bereits dreimal versucht Nele für meine Aktion „Leser fragen – Autoren antworten“ zu gewinnen.
Leider bekam ich vom Verlag immer wieder eine Absage. Das war nicht böse gemeint! Nein, nein. Nele war nur ständig unterwegs oder schrieb gerade wieder einmal intensiv am aktuellen Projekt.

So sah ich meine Chance quasi vor mir, als ich im Januar 2013 eben bereits erwähnte Lesung besuchte. Mit meinem Buch unter dem Arm stellte ich mich aufgeregt in die Warteschlange zum Signieren. In meinem Kopf überlegte ich mir immer wieder neue Variationen der Frage nach dem Interview. Und plötzlich war ich auch schon dran. Gerade als mein Puls so richtig anfing zu rasen!
Ich glaube mich zu erinnern, dass ich ziemlich stotterte, aber Nele sagte sofort JA!, und schrieb mir eine Emailadresse auf einen Zettel über die ich sie viel effektiver erreichen konnte.

Kurze Zeit später konnte ich dann meine Interviewaktion starten. Und ich war selig!

Soweit also zur Vorgeschichte. Am besagten Abend des 13.11.2014 hetzte ich vor der Lesung noch durch die Buchhandlung, da das Buch oben an der Bühne platziert war. Bezahlen musste man es aber im mittleren Stock. Also hoch, runter, wieder hoch. Plätzchen gefunden. Hingesetzt…. Bis mein Mann neben mir erwähnte, dass Nele da ist und ich mich umdrehte.

Was dann geschah bereitet mir heute noch ein Gänsehaut, denn Nele erkannte mich nicht nur, sondern sie fragte auch noch ob wir einen Babysitter gefunden hätten und sagte, dass sie sich freue mich zu sehen! Das ist jetzt nicht weiter besonders, aber wenn man bedenkt, dass sie mit Sicherheit nicht nur hundert, sondern hunderte Gesichter kennt und im Laufe eines Jahres immer wieder neue Menschen kennenlernt finde ich das sehr(!) bemerkens- und erwähnenswert.

Und während ich ja eigentlich meinen Facebookstatus aktualisieren wollte, wurde kurzerhand noch VOR der Lesung ein Erinnerungsfoto gemacht, während wir höchstwahrscheinlich die gesamte Aufmerksamkeit des Publikums bekamen. Aber sind es nicht genau DIE Momente an die wir irgendwann noch immer lächelnd denken?

IMG_2456Ich bekam von den ersten 10 Minuten der Lesung wenig mit. Schließlich war ich mit meiner Gänsehaut und ungläubigem Kopfschütteln beschäftigt. 😉
Aber was ich dann mitbekam war ein unterhaltsamer, spannender und interessanter Abend, der damit endete, dass ich ein „Für Rici…“ im Buch stehen hatte, bevor ich „Ricarda“ sagen konnte!!

Abschließend möchte ich erwähnen, dass mir Nele kurze Zeit später noch eine Mail sandte, in der sie sich für meinen Besuch bedankte und auch das ist nicht selbstverständlich, zeigen aber einmal mehr, dass der Kontakt zwischen Autor und Leser durchaus auch anders gestaltet werden kann. Ich erwarte nicht, dass mir ein Herr Kerkeling Mails schickt, um sich bei mir zu bedanken, aber ein bisschen mehr Kontakt zur zahlenden Leserschaft wäre doch sicher drin gewesen, oder?

…..

Und nun möchte ich aber auf etwas hinweisen, was mir „eigenartig“ aufgestoßen ist. Wie oben bereits erwähnt befand sich die Kasse für die Bezahlung der Bücher in einem anderen Stockwerk. Am Ende der Lesung fragte eine Angestellte der „Mayersche“ wer noch ein Buch haben möchte, um es signieren zu lassen. Selbstverständlich gab sie den Hinweis, dass man dann halt vor dem Verlassen der Buchhandlung das Buch bezahlen müsse. Ich hoffe für die „Mayersche“, dass das auch jeder getan hat, denn eine Kontrolle an der Tür beim Verlassen der Buchhandlung fand nicht statt! Vielleicht, weil man ja eh nicht mehr nachhalten hätte könne, ob man das Buch schon mitgebracht oder eben oben von dem Stapel erhalten hat….

Und da ich gerade beim Thema bin, sollte ich vielleicht auch erwähnen, dass auch die Eintrittskarten zur Lesung in manchen Fällen recht „lasch“ kontrolliert werden. So sollte bei einer in diesem Jahr stattfindenden Lesung jeder Gast einfach seine Karte in die Luft halten. Allerdings bezweifele ich arg, dass man auf diese Art und Weise ca. 100 Karten in drei Sekunden kontrollieren kann. Ich hätte auch irgendwas in die Luft halten können….

© Ricarda Ohligschläger

3 Kommentare Gib deinen ab

  1. ClauDia sagt:

    ♥ ich freu mich für dich!!!!
    und besser so lasch als a’la HP, oder? jedenfalls 1000% kundenfreundlicher 😉
    Liebe Grüße
    Claudia

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  2. Andrea Hausmann sagt:

    Interessanter Bericht. Ich wäre gerne dabei gewesen.
    Ich glaube, Nele Neuhaus hat sich nicht an das eine Gesicht unter hunderten erinnert… ich bin überzeugt davon, dass sie sich an die Ricarda erinnert hat. Herzgedanken eben. 🙂 Also mich wundert das nicht.

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  3. Tja, schön, wenn Autoren ihre Leser erkennen – auch wenn ich „nur“ als Tasse präsent bin, aber auf der Buchmesse wurde ich doch durchgeknuddelt, wenn ich dann meinen Nickname nannte (hätte ich mich nur als Heidi vorgestellt, wer weiß…), das sind Erlebnisse, die im Gedächtnis bleiben.

    LG,
    Heidi, die Cappuccino-Mama

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