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Archiv für die Kategorie ‘Rezensionen Liebesromane & ChickLit’

Würdest du deiner ersten Liebe eine zweite Chance geben? Die erste Liebe vergisst man nicht. Niemand weiß das besser als Emely. Nach sieben Jahren trifft sie wieder auf Elyas, den Mann mit den leuchtend türkisgrünen Augen. Der Bruder ihrer besten Freundin hat ihr Leben schon einmal komplett durcheinander gebracht, und die Verletzung sitzt immer noch tief. Emely hasst ihn, aus tiefstem Herzen. Viel lieber lenkt sie ihre Aufmerksamkeit auf den anonymen E-Mail-Schreiber Luca, der mit seinen sensiblen und romantischen Nachrichten ihr Herz berührt. Aber kann man sich wirklich in einen Unbekannten verlieben?
(Kurzbeschreibung laut www.amazon.de)

Eigentlich könnte man den Inhalt des Buches so beschreiben, dass Emily ihre Jugendliebe Elyas nie ganz vergessen konnte und ihm nach einer gefühlten Ewigkeit wieder begegnet. Doch die Ewigkeit ist viel zu kurz, um all die Enttäuschungen von früher verblassen zu lassen und zwischen den beiden entwickelt sich wie von selbst ein ”Ping Pong” – Spiel um große Emotionen, Erwartungen und Hoffnungen.

Man könnte es kurzum als ein Geplänkel, ja geradezu ein Rumeiern  bezeichnen, welches sich auf ganze 500 Seiten verteilt! Das grandiose, mitreißende und faszinierende daran ist aber, dass man diese 500 Seiten gar nicht bemerkt. Vielmehr spürt man Herzklopfen, innere Zerrissenheit, den Kampf gegen die eigenen Gefühle und bittersüße Glücksmomente so sanft wie einen Schmetterlingskuss.

Dieses Buch hat wirklich alles(!) was ich mir von einem (Liebes)Roman wünsche. Ich bin beim Lesen regelrecht dahingeschmolzen vor lauter Emotionen. Und ich bin froh, dass der zweite Teil bereits griffbereit steht, denn eines winzige Kleinigkeit hat “Kirschroter Sommer” nicht, aber was das ist verrate ich an dieser Stelle nicht, denn ihr sollt es ja selbst herausfinden.

Mein Fazit lautet jedenfalls: unbedingte Leseempfehlung!

Kirschroter Sommer” ist für mich die emotionalste Eroberung eines Herzens seit es Schmetterlinge im Bauch gibt!
© Ricarda Ohligschläger

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Alle Freundinnen schwanger? Charly Schönberg weiß Rat!

Charly ist Mitte 30 und völlig genervt. Eine Freundin nach der anderen wird schwanger, und alle scheinen den Verstand verloren zu haben. Während sogar die Karrierefrau Birgit ihr Leben nach dem Eisprung ausrichtet, ist sich Charly sicher: Sie will niemals zum Muttertier mutieren. Doch dann lernt sie Michael kennen, und es ist die große Liebe. Bis Michael damit herausrückt, dass er sich nichts sehnlicher wünscht als Kinder. Gibt es denn kein Entrinnen vor diesem ganzen Wahnsinn?
(Kurzbeschreibung laut www.amazon.de)

Tina Wolf hat mich mit “Kein Kind ist auch (k)eine Lösung” mitten ins Herz getroffen. Endlich hat es eine Autorin geschafft ein Thema auf charmante Weise umzusetzen: kinderlos glücklich!
Ihre Protagonistin Charlotte Schönberg ist nämlich genau DAS und will es auch bleiben. Schließlich hat sie in ihrem Freundeskreis genug Beispiele wohin das mit Leben mit Kind führt: ungewaschene Haare, Augenringe bis zu den Knien, wenig Sex und vor allem keine Zeit für Freundinnen.
Charly möchte unabhängig bleiben – gerne auch mit Mann. Aber der ist momentan eh nicht in Sicht. Doch das ändert sich plötzlich als sie mit ihrer Mutter nach Dänemark reist und dann muss Charly auch noch völlig überraschend als Geburtshelferin einspringen!

Ich möchte an dieser Stelle nicht mehr auf den Inhalt eingehen, um nicht zu viel vorweg zu nehmen.

Es sei aber verraten: Tina Wolf lässt in ihrer kurzweiligen Story gleich mehrere Facetten von “Ausnahmezuständen” einfließen. Ungewollte Schwangerschaften sind dabei genauso vertreten wie ungewollte Kinderlosigkeit und eben auch – wie bei Charly – fehlender Kinderwunsch. Alle Themen setzt die Autorin gekonnt mit viel Gefühl und Humor um, ohne sich darüber lustig zu machen. Ganz im Gegenteil, hier und da keimt sogar ein bisschen Melancholie auf und regt zum Nachdenken an.

Ist das Leben ohne Kinder wirklich farblos? Sind Kinder ein Muss? Und was tun, wenn der Wunsch nach einem Kind sich nicht einstellen will? Diese Fragen tauchen unweigerlich beim Lesen auf. Für Charly beantworten sich diese Fragen plötzlich ganz von alleine. Aber die Antworten werde ich nicht verraten. Dafür gibt es  für alle, die eine Story mit Herz, Humor und einer charmanten Hauptfigur suchen eine uneingeschränkte Leseempfehlung von mir.
© Ricarda Ohligschläger

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Manchmal muss man im Leben ein bisschen nachwürzen. Ehemann, zwei Kinder, Haus mit Garten … Ilse führt ein ziemlich durchschnittliches Leben. Zwar hat sie einen pikanten kleinen Nebenjob als Veranstalterin von Dessous-Partys, doch das bedeutet auch nur, dass sie abends bei Prosecco trinkenden Hausfrauen auf dem Sofa sitzt, die mehr oder weniger heiße Unterwäsche kaufen – meist in 80 B. Dann aber wird ihr Leben aus der Bahn geworfen: Während eines Kurzurlaubs bei ihrer besten Freundin Elissa auf Sylt lernt sie Oke kennen, einen charmanten jungen Sternekoch, der sie nicht nur in kulinarischer Hinsicht geradezu verzaubert … (Kurzbeschreibung laut www.amazon.de)

Eine Warnung vorweg: Dieses Buch ist nicht geeignet für Leser(innen), die sich gerade dazu entschlossen haben einige Pfunde abzunehmen! Warum ich das schreibe? Weil ich außer Kochbüchern kein Buch kenne, was derart appetitanregend ist! Aber nicht nur wegen der vielen kulinarischen Highlights in der Handlung, sondern auch wegen der äußerst sympathischen Hauptfigur bekommt man beim Lesen Lust auf mehr. Ilses Umfeld, ihre Gedanken und Gefühle – alles ist stimmig und realistisch dargestellt. Und in dem täglichen Ansturm von Aufgaben findet sich mit Sicherheit die ein oder andere berufstätige Mutter wieder.

Anja Goerz hat mit ihrem Roman “Mein Leben in 80B” eine abwechslungsreiche und aus dem Leben gegriffene Story geschrieben, die so wirklich passieren könnte. Genau deshalb liest sie sich so kurzweilig, dass die knapp 260 Seiten nur so dahinfliegen.
Und wer dann immer noch nicht genug hat, findet am Ende des Buches etliche Rezepte zum Nachkochen.
“Mein Leben in 80B” ist in jeder Hinsicht ein Volltreffer!
© Ricarda Ohligschläger

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Laura lebt mit Mann und Sohn zusammen im Haus ihrer immer nörgelnden Schwiegermutter am oberbayerischen Alpenrand. Ihr Frust entlädt sich, als sie ihren Geburtstag allein mit dem Schwiegermonster und deren betagten Freundinnen begehen soll, und sie nimmt reißaus, um sich mit ihrer Freundin Kerstin eine vergnügliche Zeit in Köln zu gönnen. Weil diese in London festsitzt, landet Laura allein in der Show der strippenden Sixpackboys und gewinnt nicht nur eine heiße Nummer auf der Bühne, sondern auch einen besonderen Abend mit einem der attraktiven Männer. Sie verliebt sich gegen alle Vernunft in ihn, aber verdrängt ihre Gefühle wegen ihrer Familie. Als sie ihre Liebe zu ihm endlich über Moral und Pflichtgefühl stellt, ist ihr Traummann spurlos verschwunden …(Kurzbeschreibung laut www.amazon.de)

Wer hinter diesem Roman von Rike Stienen eine abgedroschene Lovestory vermutet, täuscht gewaltig und wird sich wohl selbst um ganz viel Lesegenuss bringen.

Laura ist 42 Jahre alt und hat die Nase voll ihrem Mann und ganz besonders ihrem Schwiegerdrachen als “Magd” zu dienen. Einzig ihr Sohn Max ist auf ihrer Seite, wenn Manfred und Helene sich wieder einig sind. Ihre beste Freundin Kerstin ist leider oft genug viel zu weit weg, um ihr beizustehen, aber Laura ist sich sicher, dass diese mal ordentlich mit der Faust auf den Tisch hauen würde.

Ein Tripp nach Köln mit der Freundin soll Abwechslung in Lauras Leben bringen. Doch Laura ahnt nicht wie viel sich für sie ändern wird.

Aus der zu Beginn eher schüchternen Hausfrau wird nach und nach eine selbstbewusste Frau, die es wagt aufzubegehren und ihren Weg zu gehen. Allerdings hätte ich mir hier ein bisschen mehr “Rundumschlag” gewünscht, gerade bezüglich der Schwiegermutter. Da Laura ihr morgens immer einen Krapfen servieren musste, hätte sich vielleicht einer mit Chili gar nicht sooo schlecht gemacht.
Und auch ihrem Mann hätte sie mal richtig die Meinung geigen sollen.

Insgesamt fand ich, dass die Autorin die Stimmung zwischen Laura und Helene sehr gut rüberbrachte. Ständig war Laura auf der Hut vor ihr und selbst als Leserin war ich ziemlich schnell genervt von dieser Person. Gerne hätte ich Laura zur Seite gestanden und hätte Helene in die Schranken verwiesen!

Laura sieht im Laufe der Geschichte selbst ein, dass ihr Leben so wie es ist nicht mehr lebenswert ist und beginnt nun schrittweise daraus auszubrechen. Zum großen Knall kommt es zusätzlich, als Laura durch Zufall eine große Lüge aufdeckt.

Alles in allem ist die Geschichte wunderbar stimmig und viele kleine Teile fügen sich perfekt zu einem Ganzen. Der Ausgang der Geschichte war mir relativ schnell klar, auch wenn es noch einige Hindernisse zu überwinden gab. Spannung gibt es so also eher weniger, dafür umso mehr Herzklopfen!

Was mir aber leider überhaupt nicht gefallen hat, war der Schreibstil. Trotz, dass er die Atmosphäre gut vermittelt hat, war er oftmals sehr holprig und zäh. Eventuell wäre es besser gewesen alles in ICH – Erzählform zu schreiben.

Fazit: Rike Stienen hat mit “Ein Sixpack zum Verlieben” einen durchaus empfehlenswerten Roman geschrieben, dem ich aber wegen fehlender Spannung und dem eher holprigen Schreibstil einen winzigen Punkt abziehen muss. Aber die 4 Sterne kommen absolut von Herzen!
© Ricarda Ohligschläger

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Charlotte wird auf dem Höhepunkt ihrer Karriere gefeuert. Außerdem erhält sie von ihrer Mutter äußerst fragwürdige SMS aus der U-Haft in Grönland. Dann entscheidet sich ihr Immer-mal-wieder-Mann Marc auch noch, endlich in den Hafen der Ehe einzuschiffen - allerdings nicht mit ihr. Und nun? Rein in die rosa Babyelefantenhose und rauf aufs Sofa! Um Charlotte auf andere Gedanken zu bringen, drückt Freundin Trine ihr Sohnemann Finn aufs Auge. Als es bei einem Zoobesuch zu einem Beinahe-Unfall kommt, steht Charlotte der alleinerziehende Eric als Retter in der Not zur Seite. Weil der jedoch glaubt, Charlotte sei Finns Mutter, geht der Schlamassel erst richtig los …
(Kurzbeschreibung laut www.amazon.de)

Pink, Pinker – “Pinguinwetter”. So heißt der Debütroman der Wahlbonnerin Britta Sabbag, die ihrer chaotischen Hauptfigur wohl heimlich ihre Biografie untergejubelt hat. Die sympathische Autorin selbst sagt über sich “sie sei die beste Romanvorlage, weil niemand erfinden kann, was ihr täglich passiert”.

Wohl nur so ist zu erklären, dass Charlotte Sander von einem Fettnäpfchen ins nächste tritt, oder sollte man eher sagen taucht?
Denn das, was Charlotte daraus macht, grenzt bereits an Selbstaufgabe. Fettige Haare, Fressorgien und komplette Hilflosigkeit der Anfangdreißigerin machen sie auf Dauer leider weniger sympathisch als zu Anfang. Lediglich zum Ende hin bekommt Charlotte ihren (mittlerweile dickeren) Hintern endlich hoch und kann so bei mir punkten.  

Bis dahin überzeugt der humorvolle Schreibstil der Autorin auf ganzer Linie und entschädigt somit für die Story, die mich leider nicht ganz überzeugen konnte. Ich hätte mir Charlotte etwas mutiger, nicht ganz so wehleidig und etwas mehr tatendurstiger gewünscht. Statt ihrer überrascht ihre Zoobekanntschaft mit einem unerwarteten Geständnis mit dem ich niemals gerechnet hätte. 

Rundum perfekt ist “Pinguinwetter” nicht. Dennoch überzeugt der Blick der Autorin für Situationskomik und ihr humorvoller Schreibstil auf ganzer Linie. Und wem das noch nicht reicht, der wird schlussendlich mit dem im Buch integrierten Daumenkino richtig viel Spaß haben!

Britta Sabbag sollte man sich auf jeden Fall merken!
© Ricarda Ohligschläger

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